BonBon

2024 — today

Once the sweetness has long disappeared, only the wrapper remains – light, colorful, and surprisingly durable. The photographs show discarded candy wrappers in forests, along roadsides, on beaches, and in the snow, turning small pieces of litter into visible traces of human presence within the landscape.

The candy wrapper becomes a symbol of a culture shaped by rapid consumption and casual disposal. A brief moment of pleasure leaves behind materials that outlast the moment they were created for. While snow melts, leaves decay, and shorelines shift, the packaging remains, gradually embedding itself into its surroundings.

By isolating these objects photographically, the series changes the viewer’s perception of waste. The colorful wrappers appear both ordinary and strangely out of place, almost like relics of a consumer culture that has become omnipresent even within natural spaces. The series connects questions of consumption, environment, and aesthetics, revealing how naturally human traces have become part of the landscapes around us.

Wenn die Süße längst verschwunden ist, bleibt nur noch ihre Verpackung zurück. Leicht, bunt und erstaunlich langlebig. Die Fotografien zeigen fallengelassenes Bonbonpapier im Wald, am Wegesrand, am Strand oder im Schnee und machen aus kleinen Abfällen sichtbare Spuren menschlicher Präsenz in der Landschaft.

Das Bonbonpapier wird dabei zum Sinnbild einer Kultur des schnellen Verbrauchs und beiläufigen Wegwerfens. Ein kurzer Moment des Genusses hinterlässt Materialien, die weit länger bestehen als der Augenblick, für den sie gedacht waren. Während Schnee schmilzt, Laub zerfällt und Wasserlinien sich verschieben, bleibt die Verpackung bestehen und fügt sich dauerhaft in ihre Umgebung ein.

Durch die fotografische Isolierung verändert sich der Blick auf den Müll. Die bunten Hüllen erscheinen zugleich alltäglich und fremd, beinahe wie Relikte einer Konsumkultur, die selbst in natürlichen Räumen allgegenwärtig ist. Die Serie verbindet Fragen nach Konsum, Umwelt und Ästhetik und macht sichtbar, wie selbstverständlich menschliche Hinterlassenschaften Teil unserer Landschaften geworden sind.